Das schnelle Wachstum des Bausektors in der Ukraine in den Jahren 2005-2008 führte zu einem Mangel an hochwertigen Zuschlagstoffen. Die Kovalska Industrial-Construction Group schaffte es, eine neue Brech- und Siebanlage in nur vier Monaten in Betrieb zu nehmen, wodurch die Produktion von kubischem Schotter durch das Unternehmens gesteigert wurde. Der kurze Zeitplan für die Montage und Inbetriebnahme war dank des modularen Designs möglich, und das herkömmliche dreistufige Ablaufdiagramm sorgte für eine konstante Schotterproduktion.

KAPITEL EINS

Hohe Nachfrage am Markt führte zu Mangel an hochwertigen Zuschlagstoffen

Im Jahr 2005 verzeichnete der Schottermarkt aufgrund der Errichtung neuer Infrastrukturen ein schnelles Wachstum. Gleichzeitig konnte die Nachfrage am Markt mit der Produktionskapazität des Landes nicht vollständig abgedeckt werden; so kam es am Ende 2007 zu einem Mangel an Schotter von über 30 % der gesamten Produktionskapazität. Auf der Grundlage von Studien* des ukrainischen Schottermarktes war dieses Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage aufgrund des schlechten Zustandes der Anlagen in den vorhandenen Werken zustande gekommen: Etwa 40 % der Werke arbeiteten nur mit halber Kapazität. Ein weiterer Faktor für den Mangel ist der geringe Grad an Ressourcenentwicklung — nur 300 von 630 registrierten Lagerstätten wurden weiterentwickelt.

Eines der Unternehmen, das mit dem Mangel an hochwertigen Zuschlagstoffen zu kämpfen hatte, war die Kovalska Industrial-Construction Group. In einem Versuch, das Defizit auszugleichen, übernahm die Unternehmensgruppe 2000 Omelyanivskiy Quarry LLC. Das Unternehmen wurde in der Sowjetzeit gegründet und so erwies sich bei der Übernahme bereits die komplette Ausstattung als abgenutzt und überholt.

Wir lieferten Zuschlagstoffe von diesem Steinbruch an andere Betriebe der Kovalska Unternehmensgruppe. Unsere Nachfrage nach Schotter war gestiegen, aber wir konnten sie ohne Modernisierung und Automatisierung der bestehenden Anlagen nicht befriedigen.
Oleg Targonskiy, Vizepräsident von Omelyanivskiy Quarry

„Als wir das Unternehmen übernahmen, stand die Anlage aufgrund von Betriebsstörungen still. Wir hatten viel Arbeit zur Modernisierung und Verbesserung der Produktion vor uns“, so Sergey Goncharenko, Leiter der Abteilung für Einkauf- und Vertragsabwicklung bei der Kovalska ICG.
Für dieses Problem gab es mehrere Lösungsansätze - von der Sanierung der bestehenden Anlagen bis zur Installation eines neuen Komplexes. Aber die Lösung musste schnell gefunden werden, denn das Management von Omelyanivskiy Quarry befand sich in einer angespannten Situation: Für die Tätigkeiten der Unternehmensgruppe wurde immer mehr Schotter benötigt aber das Unternehmen verfügte nicht über ausreichende Produktionskapazitäten, um der Nachfrage gerecht zu werden.
„Wir lieferten Zuschlagstoffe von diesem Steinbruch an andere Betriebe der Kovalska Unternehmensgruppe. Unsere Nachfrage nach Schotter war gestiegen, aber wir konnten sie ohne Modernisierung und Automatisierung der bestehenden Anlagen nicht befriedigen“, so Oleg Targonskiy, Vizepräsident von Omelyanivskiy Quarry.
„Unser Wachstum bei der Betonproduktion erforderte einen Anstieg der Zuschlagstofflieferungen um 300.000 metrische Tonnen pro Monat. Dieses Ziel konnte allerdings mit den bestehenden Anlagen nicht erreicht werden. Nach der Bewertung der verschiedenen Möglichkeiten, entschlossen wir uns dazu, eine neue Produktionslinie zu installieren“, erklärt Sergey Goncharenko.
*Basierend auf den von der Ukraine International Marketing Group durchgeführten Studien, die im Rahmen der Diskussionsrunde „Marketing problems of the crushed stone market and their solutions“ (Marketingprobleme des Schottermarktes und ihre Lösungen) am 22. Februar 2008 in Kiew präsentiert wurde.

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KAPITEL ZWEI

DIE SCHOTTERPRODUKTION STIEG DANK DER INBETRIEBNAHME EINER NEUEN BRECH- UND SIEBANLAGE AN

Das Ziel war klar – schnell eine neue Produktionslinie zu errichten, die hochwertigen Schotter ohne Produktionsverluste und ohne Stillstand des bestehenden Komplexes produzieren kann. Das Management des Unternehmens erkundigte sich bei zwei europäischen Herstellern, von denen einer Metso war, nach möglichen Lösungen für das Problem.

„Unser Material ist stark abrasiver Granit. Er erfordert einen arbeitsintensiven und generischen Recyclingprozess. Daher war es wichtig, nicht nur eine äußerst produktive sondern auch eine kostengünstige Lösung zu finden“, beschreibt Sergey Goncharenko.

Die Experten von Metso untersuchten alle Produktionsparameter und schlugen auch die Installation einer modularen Anlage mit drei Brech- und Siebstufen vor. In der ersten Projektphase wurden drei Backenbrecher unterschiedlicher Größe errichtet, um die Materialgröße maximal zu reduzieren. Außerdem wurden Kegelbrecher zur Verbesserung des Endprodukts in der zweiten und dritten Projektphase errichtet. Dabei wurde vorgeschlagen, die Schrägsiebe in der Verarbeitungskette mit einem Trocken- und einem Nasssiebvorgang auszustatten, um das Material inklusive kleiner Bestandteile besser abzuscheiden. Das modulare Design glich die fehlende Zeit für Montage und Inbetriebnahme der Anlage aus und das herkömmliche dreistufige Ablaufdiagramm garantierte die Produktion hochwertiger Zuschlagstoffe.

„Wir erkannten, dass die Lösung von Metso uns die sofortige Steigerung der Produktion ohne Qualitätsverlust ermöglichte. Deshalb haben wir uns für diese Technologie entschieden“, so Sergey Goncharenko über die Faktoren, die die Entscheidung für die modulare Lösung des Unternehmens beeinflussten.

„Die Anlage wurde in Rekordzeit errichtet: Wir begannen im Januar mit der Installation und im Mai konnte bereits das erste Los produziert werden“, denkt Oleg Targonskiy zurück.

Wir erkannten, dass die Lösung von Metso uns die sofortige Steigerung der Produktion ohne Qualitätsverlust ermöglichte
Sergey Goncharenko, Leiter der Abteilung für Einkauf- und Vertragsabwicklung bei der Kovalska ICG

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SV-TEK, der offizielle Metso-Händler, wurde in die Wartung der Anlage einbezogen. Servicetechniker erstellten einen Zeitplan für die Überprüfungen sowie einen Reparaturkalender und einen Plan zum Austausch von Ersatz- und Verschleißteilen.

„Dieses Werk ist in unserem Land einzigartig, da es die beste mobile und stationäre Ausstattung kombiniert. Einerseits kann der Komplex innerhalb relativ kurzer Zeit verlegt werden. Andererseits sind die Flexibilität und die Produktionskosten des Komplexes mit jenen stationärer Anlagen vergleichbar. Wir behalten solche Besonderheiten bei der Planung und Wartung im Hinterkopf, sodass wir alle Services optimieren und so wenig Zeit wie möglich für die Wartung aufwenden müssen“, so Aleksey Tolkach, Direktor von SV-TEK, zu den Besonderheiten der Wartung.

Die Einführung einer neuen Brecher- und Sieblinie in Omelyanivskiy Quarry half bei der Lösung des größten Problems von Kovalska ICG - der schnellen Steigerung der eigenen Schotterproduktion bei nur minimaler Eindeckung mit Zuschlagstoffen von externen Lieferanten.
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Die Einführung einer neuen Brecher- und Sieblinie in Omelyanivskiy Quarry half bei der Lösung des größten Problems von Kovalska ICG - der schnellen Steigerung der eigenen Schotterproduktion bei nur minimaler Eindeckung mit Zuschlagstoffen von externen Lieferanten.
„Wir stellen in unseren eigenen Anlagen jährlich 2.200.000 metrische Tonnen an Schotter her. Bei derartigen Produktionsvolumen sind wir im Markt zuversichtlich“, sagt Sergey Goncharenko.
„Inzwischen stellen wir 80 % der von uns genutzten gesamten Schottermenge selbst her. Wir sind uns sicher bezüglich der Qualität des Materials, mit dem wir unsere Betriebe täglich beliefern,“ fasst er zusammen.

2.200.000

metrische Tonnen Schotter pro Jahr

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